Die besten Tipps für den Schutz deines Handys

Nachrichten schreiben, Mails checken, telefonieren, Essen bestellen, durch Instagram scrollen, Momente mit der Kamera einfangen. Das Smartphone bietet uns so viele Möglichkeiten, für die wir es immer wieder in die Hand nehmen müssen. Für viele ist es ein wichtiger oder auch unerlässlicher Alltagshelfer, der oftmals eine Vielzahl an vertraulichen und persönlichen Daten enthält. Genau deshalb solltest Du überlegen, ob Du den Schutz Deines Handys nicht lieber selbst in die Hand nehmen solltest, denn wer hat es noch nicht erlebt? Gerade noch ist man voller Freude über das gekaufte Handy und schneller als man denkt hat ist der Kratzer auf dem Handy Display oder eine Delle auf der Rückseite. Die meisten können sich wohl an so einen oder einen ähnlichen Moment zurückerinnern oder befinden sich gerade in einer solchen Situation. An alle anderen – seid froh, dass ihr (zumindest bisher) verschont geblieben seid. Aber leider weiß man nie, was passiert, deswegen wollen wir Dich wenigstens vorwarnen, was passieren und was dagegen helfen kann.

Smartphones – treue und teure Begleiter im Alltag 

Eine Vielzahl der Smartphones geht bereits in den ersten zwei Jahren kaputt, was vor allem auch der steigenden Bedeutung des Handys geschuldet ist. In Zeiten von digitalem Wandel, Home-Office und fehlenden physischen Kontakten ist das Smartphone einer viel größeren Belastung ausgesetzt. Diese Belastung bezieht sich nicht nur auf das Betriebssystem, sondern auch auf das Handy an sich. Wir nehmen es öfters in die Hand, legen es irgendwo ab und tragen es im Grunde genommen immer bei uns. Diese steigenden Anforderungen, die wir an ein Handy stellen, haben komplexere Modelle und steigende Preise zur Folge. Aber das war’s noch nicht mit den steigenden Kosten: Reparaturen werden entsprechend teurer, weil das Wechseln des Displays mit mehr Aufwand verbunden ist, Ersatzteile werden kostspieliger und der Reparaturdienstleister soll für seine Arbeit auch entlohnt werden. Technik ist alles andere als einfach und wenn Du keine Erfahrungen hast, solltest Du es lieber einem Experten überlassen, denn Dein Handy ist zu teuer für Experimente. Als Beispiel: Für den Austausch des Displays bei einem iPhone 12 würdest Du bereits über 300€ zahlen. 

Positiv ist, dass sich vermehrt ein Trend zu einem bewussteren Umgang mit unserem Hab & Gut zeigt, wodurch Smartphones nachhaltig geschützt und so die Lebensdauer erhöht werden kann. Aber keine Sorge, es ist kein Verbrechen, sich nach zwei Jahren ein neues Modell zu holen. Dennoch kann Dein “altes” Handy beispielsweise durch einen Wiederverkauf weiterhin genutzt werden und wenn Du es gut geschützt hast, ist der Wert umso höher. Diese Tatsache könnte ein kleiner Ansporn sein, um besser auf Dein Handy zu achten. ;)

Die häufigsten Handyschäden 

Spitzenreiter unter den Beschädigungen am Handy ist (und wird wohl auch bleiben) der Bruch des Handydisplays. Wenn Du Glück im Unglück hast, landet Dein Handy auf der Rückseite und Du hast den Schaden nicht immer vor Augen, aber sobald es auf der Vorderseite oder den Kanten landet, ist der Ärger vorprogrammiert und mit ziemlicher Sicherheit auch Kosten, solltest Du eine Reparatur in Erwägung ziehen.  

Auch Bedienungsfehler sind nicht zu unterschätzen, denn sie machen weiterhin einen großen Anteil aus. Zwar fällt dieser Bereich unter die Herstellergarantie, sollte diese aber abgelaufen sein, wird es kostspielig, denn – wie bereits erwähnt - die Geräte werden immer komplexer und entsprechend anspruchsvoller bei der Reparatur.

Wasserschäden treten ebenfalls noch recht häufig auf, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass Dein Handy mal aus der Hosentasche fällt oder Dir aus der Hand rutscht und baden geht. Dann ist es egal, ob Toilette, Meer oder Pool: bei Wasserkontakt ist Dein Handy mit hoher Wahrscheinlichkeit stark beschädigt - innerlich wohl mehr als außen. Wenn Du glücklicher Besitzer eines wasserfesten Handys bist, ist dieser Schaden im ersten Moment nicht allzu relevant für Dich.

ABER: An dieser Stelle wollen wir darauf hinweisen, dass auch bei solchen Modellen nicht garantiert ist, dass der Wasserschutz ewig hält. Sollte dieser Fall eintreten, sind in den Garantie-Bestimmungen der Hersteller Wasser- oder Flüssigkeitsschäden oftmals ausgeschlossen. Informiere Dich also beim Kauf und teste gegebenenfalls bei starker Beanspruchung Deines Handys die Wasserfestigkeit nach einer gewissen Zeit. 

Diebstahl und Raub – ein weiteres ernst zu nehmendes Thema bei Handys, denn die Geräte sind ein beliebtes Diebesgut, vor allem im Zusammenhang mit Taschendiebstählen. Kein Muss, aber durchaus denkbar, ist der Missbrauch Deiner persönlichen Daten, sollte Dein Handy in fremde Hände geraten. Die Zahlen gingen zuletzt zwar zurück, da – situationsbedingt – keine größeren Veranstaltungen stattfinden oder Ansammlungen von Menschen zustande kommen konnten. Dennoch wird sich die Situation in Zukunft wieder ändern, sodass Langfinger gute Gelegenheiten haben, um ihre Finger auszustrecken.  

Wie kann ich mein Handy von außen schützen?

Hüllen für Smartphones

In der folgenden Übersicht findest Du verschiedene Hüllen, die Du zum Schutz Deines Smartphones verwenden kannst. Die gängigsten Varianten sind Soft- und Hardcases, Flip Cases (auch Book Cases genannt), Handyketten und spezielle wasserfeste Hüllen. In der Tabelle findest Du jeweils die wichtigsten Fakten, die für die Wahl der richtigen Hülle notwendig sind. Wenn Du beispielsweise ein Talent hast, Dein Handy fallen zu lassen, raten wir Dir von Hardcases ab, da sie am besten für schöne Designs geeignet sind, nicht aber für den allerbesten Handyschutz.

verschiedene Handyhüllen für den Schutz Deines Handys

Handyhalterung 

Wenn Du im Auto unterwegs bist, kannst Du nicht auf Dein Handy verzichten, weil Du ein Navi benötigst? Mit einer entsprechenden Halterung befindet sich Dein Handy in Deinem Blickfeld, sodass Du es nicht in die Hand nehmen oder einen Blick nach unten auf die Mittelkonsole riskieren musst. Grundsätzlich sollte das Handy natürlich keine Ablenkung während der Fahrt sein, aber wir verstehen, dass Du auch an Deinem Ziel ankommen willst, ohne Navigation kann das manchmal schwierig werden. Es gibt Halterungen, die direkt an der Scheibe befestigt werden, andere wiederum werden an den Lüftungsschlitzen. Sehr beliebt sind vor allem Vorrichtungen, die magnetisch funktionieren, wie z.B. die der Marke Ideal of Sweden. Dabei wird ein schmaler Magnet auf der Rückseite des Handys befestigt dessen Gegenstück sich an der Halterung selbst befindet. Für diejenigen, deren Leidenschaft das Radfahren ist und sich auch gerne mal abseits der gepflasterten Straße befinden, ist ebenfalls eine Handyhalterung sinnvoll. Ja, Taschen erfüllen auch ihren Zweck, aber wie wäre es, wenn Du Dein Handy immer im Blick hast, Deine Route verfolgen oder einen Anruf schnell entgegennehmen kannst? Wenn Du interessiert bist, sind Anbieter wie SP Connect oder Quadlock vielleicht etwas für Dich. 

Displayfolien

Die passende Hülle hast Du gefunden, aber was ist mit Deinem Display? Bei Flip Cases oder Book Cases ist auch Dein Display geschützt, wenn Du Dein Smartphone nicht verwendest. Wenn Du aber Dein Handy verwendest oder Dich für einen anderen Schutz entschieden hast, ist Dein Display noch sehr anfällig für Schäden. Es ist unmöglich, Kratzer oder Schrammen auf dem Display komplett zu verhindern, denn Dein Handy liegt nicht den ganzen Tag in der Schublade. Deshalb ist eine Folie eine gute Möglichkeit, diese Gebrauchsspuren – wenigstens auf dem richtigen Display – weitestgehend zu verhindern. Natürlich kann es passieren, dass Dein Handy ganz unglücklich aufprallt und trotzdem Risse entstehen, aber das Risiko ist mit einer Folie deutlich geringer. Hinzu kommt, dass eine Folie auch schnell ausgetauscht werden kann, wenn sie optisch keine Augenweide mehr ist. 

Es gibt normale Glasfolien, die vor allem kleine Schrammen und Kratzer verhindern, die beispielsweise durch Gegenstände wie Schlüssel zustande kommen. Wenn Du weißt, dass Dir Dein Handy öfters mal aus der Tasche fällt oder aus der Hand rutscht, solltest Du zu Panzerglas greifen, da der Härtegrad wesentlich höher ist. 

Generell gibt es bei Displayfolien noch zusätzliche Funktionen, z.B. den Blickschutz oder eine antibakterielle Wirkung. Die Blickschutz-Folie bietet mehr Privatsphäre, da der Winkel eingeschränkt ist, in dem man Deinen Handybildschirm einsehen kann. Eine antibakterielle Folie ist – wie der Name schon sagt - dafür zuständig, dass die Bakterien, mit denen wir ständig in Kontakt kommen, reduziert werden. Wie notwendig das ist, da sich Bakterien trotzdem an der Hand, an der Hülle und an allen möglichen Gegenständen befinden, muss jeder für sich entscheiden. 

Ein relativ junges Gebiet ist der flüssige Displayschutz, welcher vor allem den Vorteil hat, dass er bis an die Kanten Schutz bietet. Vor diesem Problem stehen Displayfolien bei Handys mit abgerundeten Displays, denn sie reichen meist nicht bis an die Kanten, sodass immer ein schmaler Streifen am Display ungeschützt bleibt. Ein Nachteil ist allerdings, dass der Schutz nicht so effektiv ist wie bei Panzerglas, aber da der Markt noch relativ jung ist, kann man sicherlich auf bessere Lösungen in der Zukunft hoffen.

Wie Du sicherlich auch selber weißt, besteht immer die Gefahr, dass irgendetwas passiert. Das ändert sich auch nicht zwingend mit Hülle, Halterung oder Folie, denn sie gewährleisten keinen hundertprozentigen Schutz und können vor allem bei Bedienungsfehlern und Diebstählen nicht helfen, welche nicht selten vorkommen. Ein Rundumschutz, der Dein Handy bei Displaybrüchen, Wasserschäden, Diebstahl, etc. absichert ist eine Handyversicherung. Ja natürlich, Geld kostet auch eine Versicherung, aber Du solltest wenigstens einmal darüber nachdenken und Dir auch darüber im Klaren sein, welche Kosten im Fall der Fälle auf Dich zukommen würden und ob Du bereit oder auch in der Lage bist, diese auf einmal zu bezahlen.